Steuerliche Behandlung der schweizerischen Altersvorsorge

 

Das schweizerische Altersvorsorgesystem beruht auf folgenden drei Säulen (sog „Drei-Säulen-System“):

Erste Säule: die staatliche Vorsorge (AHV, IV),

Zweite Säule: die berufliche Vorsorge (Pensionskassen) und

Dritte Säule: die private Vorsorge.

Die berufliche Vorsorge erfolgt über eine in das Register für die berufliche Vorsorge eingetragene Vorsorgeeinrichtung (zB Pensionskasse, Stiftung oder Freizügigkeitskonto). Innerhalb der beruflichen Vorsorge wird zwischen einer gesetzlichen Mindestversicherung (dem „Obligatorium“) und einer weitergehenden Vorsorgeverpflichtung (dem „Überobligatorium“) unterschieden. Das Obligatorium ist grundsätzlich für alle Arbeitnehmer gesetzlich verpflichtend und besitzt einen öffentlich-rechtlich festgelegten Leistungsumfang. Das Obligatorium ist danach mit der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung vergleichbar. Bei dem Überobligatorium handelt es sich hingegen um eine weitergehende Vorsorge; eine gesetzliche Verpflichtung zur Beitragszahlung gibt es nicht. Somit liegt eine privatrechtliche Rechtsbeziehung vor, die nicht mit der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung vergleichbar ist.

Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie Fragen zur steuerlichen Behandlung des Obligatoriums/Überobligatoriums in der Einzahlungsphase wie auch in der Auszahlungsphase haben.

Quelle: BMF vom 27.7.2016 - DStR 2016, 1813