Verschärfung der Besteuerung von Firmenwagen

 

Übersteigt die Anzahl der Firmenfahrzeuge die Zahl des Geschäftsinhabers nebst seiner Familienmitglieder, so mussten bislang lediglich so viele Fahrzeuge steuerlich berücksichtigt werden, wie es der Anzahl der Familienmitglieder mit Führerschein entsprach. Dabei wurden die jeweils teuersten Fahrzeuge berücksichtigt.

Diese Regelung wurde vom Bundesfinanzhof (mit Urteil vom 09.03.2010 – VIII R 24/08) verworfen. Danach müssen– bei Anwendung der „1%-Regelung“ – für sämtliche Fahrzeuge Nutzungsentnahmen versteuert werden.

Beispiel: Ein alleinstehender Unternehmer hat 3 Firmenfahrzeuge, die auch zu einer privaten Mitbenutzung geeignet sind. Unabhängig vom Umfang der tatsächlichen Nutzung der Fahrzeuge durch den Unternehmer ist für alle drei Fahrzeuge eine Nutzungsentnahme entsprechend der „1%-Regelung“ zu berücksichtigen.

Gemäß dem bisherigen BMF-Schreiben vom 21.01.2002 hätte der Unternehmer lediglich für den Pkw mit dem höchsten Listenpreis den 1%-igen Nutzungsvorteil versteuern müssen. Diese vorteilhaftere Regelung wendet die Finanzverwaltung ab 2010 nicht mehr an (vgl. BMF-Schreiben vom 18.11.2009).

Im Einzelfall lassen sich enorme Steuernachteile künftig nur noch durch das Führen von Fahrtenbüchern für sämtliche Fahrzeuge vermeiden!