Steuerberatung für Grenzgänger

Als Steuerberater in Konstanz sind wir spezialisiert auf die Grenzgängerberatung:

  • Hilfestellung bei grenzüberschreitenden Aktivitäten (Doppelbesteuerungsabkommen Schweiz/Deutschland)
  • Beratung bei der Gründung von Tochtergesellschaften oder Betriebsstätten in Deutschland und der Schweiz
  • Anträge auf Rückerstattung deutscher Mehrwertsteuer
  • Vertretung Ihrer Interessen vor deutschen Finanzbehörden (Fiskalvertretung)

 

Erläuterungen zum Thema Grenzgänger und deren Besteuerung finden Sie hier.

Hier finden Sie Informationen zum Doppelbesteuerungsabkommen Deutschland Schweiz.

Aktuelle Infos und Rechtsprechung speziell zum Bereich Grenzgänger finden Sie in unserem Blog.

 

Besteuerung von Grenzgängern

Grenzgänger im steuerlichen Sinne sind Personen, die in einem bestimmten Staat (z.B. in Deutschland) wohnen, jedoch in einem anderen Staat (z.B. in der Schweiz) arbeiten. Die Sorge, dass nun sowohl der Wohnsitzstaat als auch der Arbeitsortstaat das Arbeitseinkommen jeweils vollumfänglich besteuern, muss der Grenzgänger allerdings nicht haben. In den bilateralen Doppelbesteuerungsabkommen (DBA; z.B. Deutschland / Schweiz) wird nämlich jeweils festgelegt, welcher der beiden Staaten das Besteuerungsrecht besitzt. Im Ergebnis werden Grenzgänger grundsätzlich in ihrem Wohnsitzstaat besteuert (unter Anrechnung evtl. im Arbeitsortstaat einbehaltener Quellensteuer).

Für Grenzgänger mit deutschem Wohnsitz ist dieses Ergebnis wegen der in Deutschland relativ hohen Steuerbelastung naturgemäß enttäuschend. Allerdings existieren im Einzelfall durchaus Möglichkeiten, das Besteuerungsrecht doch noch – ganz oder teilweise – auf die Schweiz zu verlagern und somit das Arbeitseinkommen in Deutschland völlig oder zumindest teilweise steuerfrei zu stellen! Die Grenzgängereigenschaft – und somit die vollumfängliche Besteuerung im Wohnsitzstaat – entfällt nämlich, wenn ein Arbeitnehmer an mehr als 60 Arbeitstagen während eines Kalenderjahres aus beruflichen Gründen nach Arbeitsende nicht an seinen Wohnsitz zurückkehrt. In manchen Fällen reichen sogar auch weniger als 60 Nichtrückkehrtage aus.

Für leitende Angestellte schweizerischer Gesellschaften (z.B. Prokuristen, Geschäftsführer, Direktoren) besteht eine Sonderregelung. Zwar ist auch für diese Personengruppe zunächst zu klären, ob sie Grenzgänger im Sinne des DBA sind. Falls nicht, wird das Gehalt leitender Angestellte stets vollumfänglich in der Schweiz versteuert.

Die deutsche Finanzverwaltung setzt naturgemäß alles daran, ihr Besteuerungsrecht zu behalten und den Grenzgängerstatus zu bewahren (Stichworte: Zumutbarkeit des Pendelns, nicht beruflich veranlasste Zweitwohnung in der Schweiz, besondere Zählweise von Nichtrückkehrtagen, Ignorieren von Nichtrückkehrtagen, Zusammenfassung von Arbeitstagen, Anforderung von Beweismitteln etc.). Hier sind wir unseren Mandanten dabei behilflich, alle rechtlichen Möglichkeiten zur Steuerersparnis auszuschöpfen!

Fazit: Grenzgänger sollten sich steuerlich und rechtlich ausführlich beraten lassen, um mögliche Sparpotenziale voll auszuschöpfen.